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Ambala, Haryana, India

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Ambala ist eine Stadt im Bundesstaat Haryana in Indien. Es liegt an der Grenze zu Punjab und ist etwa 200 km von der Landeshauptstadt Delhi entfernt. Ambala ist für seine strategische Lage bekannt und wird oft als „Tor von Haryana“ bezeichnet. Die Stadt hat etwa 215.000 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 45,59 Quadratkilometern.

Eines der auffälligsten Merkmale von Ambala sind seine Nachtlichter. Die Stadt ist bekannt für ihre lebhaften und farbenfrohen Nachtlandschaften, die das Ergebnis der verschiedenen Straßenlaternen, Werbetafeln und beleuchteten Gebäude sind, die die Skyline der Stadt prägen. Diese Schönheit hat jedoch ihren Preis, da die Stadt auch unter hoher Lichtverschmutzung leidet.

Lichtverschmutzung ist eine Form der Umweltverschmutzung, die durch übermäßigen oder fehlgeleiteten Einsatz von künstlichem Licht entsteht. Es kann verschiedene negative Auswirkungen haben, wie z. B. die Störung natürlicher Lebensräume, die Beeinträchtigung des Verhaltens von Wildtieren und sogar die Beeinträchtigung der menschlichen Gesundheit. In Ambala sind die Quellen der Lichtverschmutzung hauptsächlich Straßenlaternen, Werbetafeln und andere beleuchtete Strukturen wie Tempel, Regierungsgebäude und Einkaufszentren.

Die Lichtverschmutzung in Ambala wird als moderat bis hoch eingeschätzt. Laut einer von der International Dark-Sky Association durchgeführten Studie hat die Stadt einen Sky Quality Meter (SQM)-Wert von etwa 18,5 mag/arcsec², was darauf hinweist, dass die Stadt unter erheblicher Lichtverschmutzung leidet. Dieser Wert liegt über den empfohlenen Werten für eine gute Sichtbarkeit des Nachthimmels, die zwischen 20,6 und 21,8 mag/Arcsec² liegt.

Die Hauptfaktoren, die zur Lichtverschmutzung in Ambala beitragen, sind die Bevölkerungsdichte der Stadt, die Verbreitung von Werbetafeln und beleuchteten Gebäuden sowie das Fehlen angemessener Vorschriften für die Außenbeleuchtung. Die Einwohner der Stadt sind größtenteils urban, und die Stadt hat eine hohe Bevölkerungsdichte von rund 4.718 Einwohnern pro Quadratkilometer. Diese hohe Dichte hat zu einer hohen Nachfrage nach Außenbeleuchtung geführt, was wiederum zur Lichtverschmutzung der Stadt beigetragen hat.

Ein weiterer Faktor, der zur Lichtverschmutzung der Stadt beiträgt, ist die Verbreitung von Werbetafeln und beleuchteten Gebäuden. Die Stadt beherbergt zahlreiche Tempel, Regierungsgebäude und Handelsniederlassungen, die nachts alle hell erleuchtet sind. Diese Strukturen sind oft mit hochintensiven Lichtern ausgestattet, die direkt in den Himmel scheinen und zur Lichtverschmutzung der Stadt beitragen.

Das Fehlen angemessener Vorschriften für die Außenbeleuchtung trägt ebenfalls erheblich zur Lichtverschmutzung in Ambala bei. Es gibt keine Vorschriften, die eine nach unten gerichtete oder abgeschirmte Außenbeleuchtung vorschreiben, was bedeutet, dass ein Großteil des erzeugten Lichts fehlgeleitet wird und zur Lichtverschmutzung beiträgt.

Trotz der hohen Lichtverschmutzung bleibt Ambala ein beliebtes Ziel für Touristen und Besucher. Die Stadt beherbergt mehrere bekannte Sehenswürdigkeiten, wie den Bahnhof Ambala Cantonment, einen der ältesten Bahnhöfe Indiens. Andere bemerkenswerte Sehenswürdigkeiten in der Stadt sind der Bhawani Amba Tempel, der Badshahi Bagh Gurudwara und die Holy Redeemer Church.

Die Einwohner der Stadt sind bekannt für ihren Fleiß und ihren Unternehmergeist. Ambala ist ein Zentrum für Kleinindustrien und die Stadt ist bekannt für ihre Herstellung von wissenschaftlichen Instrumenten, chirurgischen Instrumenten und Kunsthandwerk. Die Stadt beherbergt auch ein großes Militärquartier, das wesentlich zur Wirtschaft der Stadt beigetragen hat.